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02.04.09 - Perth

 

Nach einem ereignisfreien Flug bin ich in Perth gelandet. 2 Tage übernachte ich in einem Hotel, um meine Grundausrüstung zu übernehmen. Das ist ein Toyota Landcruiser, 4-wheel natürlich, incl. Ausstattung, wie Küche, Kühlschrank, etc. Dann bin ich ein paar Tage auf einem Campingplatz in Perth, wo ich alles ausprobieren werde, um später, wenn ich abseits bin, nicht plötzlich dusselig dastehe, und z. B. Das Zelt nicht aufgebaut bekomme. Auch lerne ich dadurch, was mir noch fehlt, ich an Gegenständen noch besorgen muß, bzw. Wie und wo das Auto noch besser angepasst werden kann.

 

Auch nutze ich diese ersten Tage in Australien, um mich zu akklimatisieren.

 

Ich freue mich!

 

07.04.2009

Cervantes / Pinnacles

Meine erste Tour geht nach Cervantes, auf einen Campingplatz direkt am Meer mit einem traumhaften, weißen Strand. Und bereits auf der Fahrt dorthin hatte ich die erste „Panne“. Der Kühlschrank war ausgefallen.

 

Ich stand mit offener Motorhaube auf einer, mit Schafen bevölkerten Straße. Da hielt doch tatsächlich einer von zwei wirklich großen Trucks mit Anhängern, beladen mit 2 to schweren Strohballen. Der Fahrer erkundigte sich, ob ich Hilfe brauchen würde. In Deutschland ist mir diese Hilfsbereitschaft nur selten begegnet. Ich war beeindruckt. Zum Glück war nur eine Sicherung durchgebrannt.

 

Wenn man über die Ostertage, oder während der australischen Ferien auf einem Campingplatz am indischen Ozean übernachten möchte, empfiehlt es sich in jedem Fall, den Platz so früh wie möglich zu reservieren. Zum Teil sind die Plätze ab Cervantes, bis hoch zum Coral Beach für 2 Jahre im voraus ausgebucht. Mein Glück in Cervantes war, daß ich 2 Tage vor den Osterfeiertagen ankam. So konnte ich wenigstens zwei Tage hier bleiben. Wer schon einmal in Cervantes ist, sollte unbedingt einen Abstecher zu den Pinnacles im Nambung National Park machen. Diese, wie verfallene Burgzinnen aus dem Boden ragenden Gebilde, im curryfarbenen Sand sind wirklich beeindruckend. Die Entstehung der Pinnacles, die von wenigen Zentimetern bis zu 4 m aus dem Boden ragen, ist nicht genau geklärt. Man vermutet, daß es sich um ca. 30.000 Jahre alte Kalkablagerungen handelt, die den Erosionskräften widerstanden. Weicheres Gestein wurde zersetzt und weggespült. Die Struktur einiger Pinnacles erinnert ganz stark an versteinertes Holz.   

10.04.2009

Paynes Find

Ich  treffe auf Pete. Pete ist ein Gold und Mineraliensucher, der 2 eigene Claims sein Eigen nennt. Natürlich frage ich ihn, wie man denn nun Gold finden kann. Kurzerhand lädt er mich ein und wir fahren zu seinem Claim. Dort fragt er mich, was ich sehen würde. Nichts natürlich, außer vielen Steinen, rote Erde und Buschwerk. Er sagt: So einfach wäre das finden von Gold nicht. Man muß, wenn man es finden möchte, auf die Steine achten, die herumliegen, denn das Gold selbst ist normalerweise nicht sichtbar. Man könne einen Goldklumpen in der Hand halten und sähe es nicht einmal. Am Gewicht kann man vielleicht vermuten, daß er das begehrte Edelmetall enthält. Man müsse ihn dann mit einer Säure behandeln, damit es sichtbar werden würde. Himmel, hier wird gerade mein Traum, über einen Goldklumpen zu stolpern um ihn dann einzusammeln und meine Reise davon zu finanzieren, begraben.  Dennoch hebe ich einen Stein auf, der mir irgendwie aufgefallen war. Nichts besonderes, er unterschied sich einfach nur ein wenig von all den anderen. Als ich ihn gerade wieder wegwerfen will, sagt Pete, "Nein, wirf ihn nicht weg." Ich müsse den Stein mitnehmen. Warum? Es hätte einen Grund und Sinn, weshalb ich gerade diesen Stein aufgehoben hätte. Auch solle ich, wenn ich mit dem Auto durch die Gegend fahre, dabei an Gold denken, und plötzlich den Impuls verspüren würde, anzuhalten,  unter dem Auto nachschauen. Wahrscheinlich würde ich dort das finden, woran ich gedacht hatte. Niemals sei es nur Zufall, wenn man einen Stein aufheben würde, und somit sei der Stein etwas besonderes. Brav stecke ich den Stein in meine Tasche und überlege, was ich später mit ihm machen würde. Ich traue mich nicht, ihn vor Pete fallenzulassen. Dann hebt Pete einen Stein auf und gibt ihn mir. Ich sehe eine schmale weisse Linie, die am Stein entlangläuft. Das sei eine kleine Weiss-Opal-Ader. Kein Opal von Wert, den würde es in dem Gebiet wohl nicht geben. Aber, wenn ich ihn aufschneiden würde, könnte man ihn z.B. als Anhänger verwenden. Ich hebe noch ein paar Steine auf, die mir auf den ersten Blick interessant vorkamen. Und was glaubt ihr: ich musste alle mitnehmen. Ein bisschen sonderbar war Pete ja schon, aber es war sehr interessant.

11.04.2009

Mt Magnet

Meine Fahrt führt mich durch Mt. Magnet. Ein riesiger Schrottplatz, links und rechts der Straße erwartete mich hier. Ob der Ort seinen Namen von dem Alteisen hat? Kängurus hüpfen unbeeindruckt zwischen den Metallteilen herum. In Deutschland? Unvorstellbar. Bild folgt.

12.04.2009

Lake Mason

Heute bin ich am Lake Mason gelandet und schlage dort mein Zelt auf. Der Lake Mason, der übrigens knochentrocken, und von einer Salzschicht bedeckt ist, ist im wahrsten Sinne am A… der Welt. Der Campingplatz wird von einem zahnlosen alten Mann namens Don betrieben, der wohl nur noch kurze Zeit den Platz verwaltet. Und was heißt verwalten? Es ist nur noch ein anderer Camper dort, der aber morgen bereits abreist. Strom und sonst übliche Einrichtungen gibt es nicht, dafür kostet das Campen nur 7,50 Aus. Dollars/Tag. Eine Dusche und Toilette in der Station, in der Don wohnt (ein altes Hotel, daß vor vielen Jahren in Sandstone stand, dort abgebaut und am Lake Mason wieder aufgebaut wurde), dürfen mitbenutzt werden. Der Zugang ist von draußen durch eine morsche, alte Tür möglich. Auf meine Frage, wie man die Tür denn schließen würde, sagte der Aufseher: ""Don`t worry. Der Wind würde sie schon zuhalten".  Das klingt schon einmal romantisch.

 

Ein weiterer Tip: Ich solle abends den eingezäunten Platz aber nicht zu Fuß verlassen, denn ein Rudel von ca. 8 verwilderten Hunden würde durch die Gegend ziehen, und im Gegensatz zu den Dingos würden diese Hunde wohl auch schon einmal  Menschen anfallen. Schlangen und Spinnen würde es hier nicht geben, dafür Echsen, die bis zu 2 m lang werden. Diese Echsen würden alle Spinnen und Schlangen wegfressen. Ich bin gespannt, was mich hier noch erwartet."

13.04.2009

Lake Mason

Ich bin immer wieder erstaunt über die Freundlichkeit der Australier. Habe Don heute gefragt, ob er mir ein bisschen die Gegend um Lake Mason herum zeigen könne. Schon saßen wir im Auto und fuhren los. Pete war, neben seiner Tätigkeit als Platzwart auch ein Care Taker. Was er drauf hatte, konnte ich immer wieder bewundern. Wo immer wir anhielten, fanden wir interessantes. Z.B. eine Spur eines Huftieres. Don sagte gleich, das wäre eine Mischung zwischen einem wilden Büffel und eines Hausrindes und es wäre ungewöhnlich, daß das Tier hier in der Gegend sein, weil es kein Wasser für ihn zu trinken gäbe. Der Büffel würde hier verdursten, wenn er nicht schleunigst dahin gehen würde, wo er herkommt. . Wir folgten der Spur und tatsächlich, nach kurzer Zeit sahen wir den Büffel. Don zeigte mir noch unzählige weitere Spuren von Tieren, die er mühelos zuordnen konnte.                                       

 

Dann klingelte sein Telefon. Er bekam den Hinweis, daß sich illegale Goldsucher in seiner Gegend aufhalten würde. Wir fuhren umgehend los, sie zu finden. Schon nach relativ kurzer Zeit fanden wir dann die Spur. Sie führte uns tatsächlich zu der Schürfstelle. Deutlich sahen wir die Markierungen, die für die Goldsuchgeräte gesetzt wurden. Ein kleines Stück weiter war der Boden völlig aufgewühlt. Ein Bulldozer ist hier am Werke gewesen. Also kein Hobbysucher, sondern professionelle Goldsucher. Leider war von Ihnen weit und breit keine Spur mehr zu sehen. Was hätte der alte Mann wohl gemacht, wenn er sie geschnappt hätte? Hätte er sie festgenommen? Verstärkung geholt und einen Tag auf dessen Eintreffen gewartet?

14.04.2009

 

Australien ist ein faszinierendes Land, aber es hat drei wirkliche Plagen. Und zwar die Buschfliegen tagsüber, und die Stechmücken in der Dämmerung und nachts. Die dritte Plage sind die Sandflöhe, deren Bekanntschaft ich glücklicherweise noch nicht gemacht habe (vor den Sandflöhen soll man sich angeblich schützen können, indem man sich mit Schlamm einreibt. Hoffe, dass ich nie soweit getrieben werde). Bei den anderen beiden Plagegeistern helfen nicht zu dünne langärmlige Hemden und lange Hosen. Lebt man in einem Zelt, empfiehlt sich ein Mückennetz, und dieses dann geschlossen zu halten. Auch tagsüber. Ich habe mir zusätzlich eine UV-Lampe besorgt, die die lästigen Tierchen im Zelt anlockt und dann tötet. Im Freien sind diese Lampen verboten, weil sie alle und damit auch die nützlichen Insekten anlocken würde. Ich habe nachts aber jetzt meine Ruhe. Gegen die Fliegen, die tagsüber um einen herumschwirren, und sich überall, vorzugsweise aber im Gesicht niederlassen, habe ich, außer einer Fliegenklatsche, noch nichts entdeckt. Diese Fliegen, die aussehen, wie unsere Stubenfliegen, nur kleiner sind, lassen sich kaum verscheuchen und kriechen wirklich in jede Körperöffnung (Nase, Ohren, Mund). Habe schon so manches mal gewürgt, weil ich sie nicht auch noch im Hals haben wollte.    

 

15.04.2009

Was ist los am Lake Mason?

Tja, was gibt es hier eigentlich zu sehen? Also, Zivilisation findet man hier überhaupt nicht. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 50 km entfernt, und dort erhält man nur das Nötigste. Ein Goldsucher (Genehmigungensind erforderlich), oder jemand, der einfach nur interessante Steine sucht, wahre Offroad-Camper, die mal keine Lust auf den üblichen Trubel anderer Campingplätze haben, finden hier, was sie suchen. Einsamkeit, Natur pur. Das kann sich vielleicht aber bald ändern. Nur wenige Kilometer von dieser Station entfernt, werden Probebohrungen (insgesamt 160 Bohrungen)vorgenommen. Uran wird dort gesucht und offenbar auch gefunden. Das bedeutet möglicherweise, daß hier in Zukunft Uran abgebaut werden könnte.

Zur Beruhigung: Eine Strahlenbelastung ist nicht zu befürchten. Jeder der Arbeiter ist mit einem Geigerzähler ausgestattet. Keiner hat bis dato eine Grenzwertüberschreitung gehabt. Woher ich das weiß? Ich habe mich mit ihnen unterhalten. Sie waren übrigens sehr an meiner Technik, sprich Satellitentelefon in Verbindung mit dem Laptop, interessiert. Prompt baten sie mich, E-mails an ihre Familien senden zu dürfen.

16.04.2009

Lake Mason

Zwei kleine Solarkollektoren mit Akkus sollten mir das Leben im Outback ein wenig angenehmer machen. Leider erfüllen sie meine Anforderungen nicht. Wenn ich zB den Laptop an die voll beladenen Akkus anschließe, kann ich ihn gerade einmal 20 Minuten lang betreiben. Länger halten die Akkus nicht. Daher habe ich mir einen kleinen, benzinbetriebenen Generator gekauft. Heute ist er angekommen, und schnurrt wie ein Kätzchen. Der Generator hat 1 KW, kann also 10 Leuchten a 100 Watt zum glühen bringen...
Er funktionierte auf Anhieb und schaltet nicht nach 20min ab.  Ist schön leise .. aber man hört ihn schon noch.

Damit bin ich ausreichend ausgestattet. Kann mich eben doch nicht ganz von den gewohnten Annehmlichkeiten trennen.

17.04.2009

Regen am Lake Mason

Auch das ist Australien: Hier liegen viele vertrocknete Überreste von Kangurus herum, die offenbar alle verdurstet oder verhungert sind. Doch heute hat es hier geregnet.  Und wie!!! Leider war ich unterwegs und somit konnte ich nicht verhindern, daß mein Zelt überschwemmt wurde. Alles was auf dem Boden stand oder lag wurde nass. So war ich damit beschäftigt, den Schlafsack, Luftmatratze, Kissen, Bücher und Karten von Schlamm zu befreien und zum trocknen in die inzwischen wieder scheinende Sonne zu hängen.  Ich werde mich heute wohl in eines der vielen freien Zimmer in dem alten Hotel einquartieren. Übermorgen fahre ich weiter. Vielleicht zu früh, da die Fauna hier, nach dem Regenguß bestimmt explodieren wird. Vielleicht kehre ich ja noch einmal zurück.

 

Für Don war der Tag heute nicht so schön. Ihm wurde mal eben der Job gekündigt. Das scheint in Australien normal zu sein. Er muß nun die Station räumen. Wohin er gehen will? Er weiß es nicht. Für Don ist das eine Katastrophe. Er weiss so viel, ist in der Natur praktisch zu Hause. Aufgrund seines Alters wird er wohl nur schwer wieder einen neuen Arbeitsplatz finden.

22.04.2009

Wiluna

Ich bin in Wiluna gelandet. Ein kleines Nest, in dem nichts los ist. Die Canning Stock Route beginnt oder endet hier (je nachdem, von wo man startet). Und das ist wohl der Grund, weshalb hier alles zwei- bis dreimal so teuer ist, wie in Perth. Z.B. der Liter Diesel kostete dort zwischen 1.08 bis 1.18A$/Ltr. Hier kostet er  1,97A$!!! Die Übernachtung in dem hiesigen Hotel schlägt mit 65,00 Aust. Dollars/Einzelzimmer zu Buche. Lediglich die Übernachtung auf dem Campingplatz (mit Stromversorgung) für 11,00 Austr. Dollars bildet die Ausnahme

24.04.2009

Kind mit 6 Müttern?

Aboriginees sieht man in fast allen Städten Australiens. Oft tragen sie einfache, manchmal zerlumpte Kleidung. Sie sitzen auf Grünstreifen, Beetabgrenzungen. Leider habe bisher ich nur wenige Aboriginees gesehen, die einer Arbeit nachgegangen sind, bzw. überhaupt einen Arbeitsplatz erhalten haben. Ein großes Problem, das hier bei den australischen Ureinwohnern vorherrscht (aber auch bei vielen weißen Australiern), ist der Alkoholismus. Da ihnen ihre Wandergebiete genommen wurden, und sie in Kommunen gepfercht wurden, verloren sie ihren Lebenssinn. Traditionen. Unschätzbares Wissen ging und geht noch weiter verloren Wie die Indianer in Amerika, fliehen auch die Aboriginees in den Alkoholismus, um diese entstandene Leere zu füllen, sich zu betäuben. Leider kommt es, wie überall, wo Frust und Alkohol zusammenkommen, häufig zu Streitigkeiten, aber auch Schlägereien, etc. Das scheint ein echtes Problem in Australien zu sein.  Wie kommen die Aboriginees zu dem Geld für Alkohol? Sie erhalten es von der Regierung. Die meisten von ihnen erhalten keine Arbeit, weil sie angeblich gar nicht in der Lage sind, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ich habe Carey kennen gelernt. Carey ist eine 100%ige Aboriginee, schwarz wie die Nacht, etwas üppig gebaut, könnte, auch mit ihrer platten Nase, und den Haaren, direkt aus der Steinzeit kommen. Aber, als sie ihren Mund aufmachte, war ich platt. Sie ist eine studierte, gebildete, weltoffene Frau, arbeitet im „Shire“, das mit unserer Kreisverwaltung vergleichbar ist. Sie erstaunt mich mit ihren Ansichten und Fragen zur Weltwirtschaftssituation und anderen Themen. Meine Frage zu den Aboriginees beantwortete sie wie folgt (ihre Aussage deckt sich übrigens haargenau mit Don`s Ansicht): Die

 

Chancen der meisten heutigen Aboriginees in der weißen australischen
Gesellschaft sind eher negativ. Es gibt wissenschaftlich/neurologische vergleichende Untersuchungen per MRT oder CT / PET. Das Ergebnis sagt aus, dass die Arbeitsweise der Gehirne von Aboriginees gegenüber denjenigen von Weißen betreffend, unterschiedlich sei. Die Gehirne der Aboriginees wären vergleichsweise größer und sie würden bei gleicher Aufgabenstellung unterschiedlich arbeiten. Die Weißen würden mehr vom Grosshirn nutzen, die Aboriginees entwicklungsgeschichtlich mehr ältere Gehirnteile. (Ob das wirklich stimmt? Da die Lebensweise der Aboriginees aber ursprünglich absolut der Natur und ihren Kreisläufen angepasst war, mag das schon sein. Es ging meistens darum, wann, wo welche Nahrung zu finden war, wo welche Gefahren lauerten, wie man Wasser findet, etc.).  Sicher waren sie damals glücklicher als wir „Weißen“ heutzutage, da ihr Leben zwar härter, aber irgendwie auch einfacher war. Wer von uns Zivilisierten kann sich ein Leben ohne Fernseher, Telefon und Auto noch vorstellen?

 

Auf meine konkrete Frage hin, was geschehen würde, wenn ich mich für morgen um 11:00 Uhr mit einem der hier herumstrolchenden native 100%Aboriginee verabreden würde. Sie sagt, er würde kommen - aber sicher nicht um 11 Uhr. Evtl schon früher oder erst am darauf folgenden Tag.  Unsere Zeitrechnung ist also eine andere. Aber: genießen die Kinder der Aboriginees eine entsprechende Schulausbildung, zeigen sie mindestens die gleichen Leistungen, wie die Kinder der „Weissen“. Somit hat zumindest die heranwachsende Generation von Aboriginees größere Chancen in „unserer“ Welt zu bestehen.

 

Was mich allerdings faszinierte: Die Aboriginees haben nicht nur eine Mutter. Es gibt die leibliche Mutter, aber auch die Schwestern der Mutter gelten als Mütter, und diese verhalten sich auch so. Fällt die wirkliche Mutter z.B. aus, wegen Krankheit o.ä., springen die Schwestern ein und nehmen sich der Kinder an. Das gleiche gilt übrigens auch für die Väter. Ein Kind hat für gewöhnlich mehr Väter als nur den leiblichen. Die Onkel sind ebenfalls gleichzeitig die Väter für ihre Nichten und Neffen. Somit ist für die Kinder immer gesorgt. Herumgestossene Waisen, wie bei uns, gibt es bei den Aboriginees nicht.

 

 

 

 

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