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29.04.2009

Zwischen Paraburdoo und Mount Augustus

Eigentlich wollte ich von Paraburdoo aus zum Mount Olympic und weiter östlich fahren. Habe die Polizei nach dem bestmöglichen Weg gefragt. Diesen gibt es leider nicht. Es gibt zwar vorhandene Tracks, diese führen jedoch über das Pachtgebiet der Mining Company „Rio Tinto“, und die würden niemandem die Genehmigung geben, diese Tracks zu befahren. Eisenerz wird hier wohl abgebaut. Ich könnte mir ja den Geländewagen voll Erz packen um es hinterher für ca. 20 Cent/kg verkaufen... Andererseits: Wo es Eisen gibt, ist auch eher Gold zu finden. Weiter südlich gehört ist das Gelände in Privatbesitz. Auch hier heisst es: Durchfahrt verboten. Die Aussage der Polizisten hierzu:  "This guy is not willing to see
ANYONE on his property." - das ist wohl deutlich genug.  Offensichtlich ist es so, dass man das hier einfach so bestimmen kann, selbst wenn Tracks durch das Land führen.

Die Polizisten hatten mir dann eine andere Route vorgeschlagen: Zum Mount Augustus und dann irgendwie weiter südlich über Tracks. Muss dann aber dort am Mount Augustus nachtanken. Bin heute dabei im Outback hängen geblieben - habe einen Mann getroffen, der zwei Dromedare vor einen halben Suzuki mit Kutschenvorbau gespannt hat. Das Gespann war so eigentümlich, daß ich nicht umhin konnte, den Besitzer anzusprechen. Und siehe da: Er kam aus Bielefeld und ist seit 7 Jahren mit den Dromedaren in Australien unterwegs. Ich habe ihm zum Abschluss eine Flasche, mir zu süssen, Sekt geschenkt, die er ohne nur im geringsten zu zögern, annahm.  Tja, durch diese Verzögerung muß ich mal wieder am Straßenrand schlafen. Ich fahre nicht gern nachts, da man im offenen Gelände nicht gut genug sehen kann, um möglichen Steinen oder Erosionsfurchen rechtzeitig ausweichen zu können. Auch habe ich wenig Lust, ein Kanguruh anzufahren, welches mir vor die Motorhaube springt. Überall in Australien sieht man überfahrene Känguruhs an den Straßenrändern. Diese Tiere lernen nicht, daß heranfahrende Autos eine Gefahr darstellen. Das gleiche soll übrigens auch für wilde Dromedare gelten. Sie stellen sich manchmal sogar einfach auf die Straße und dösen dort. Es heißt also ständig: aufpassen/wachsam sein.

 

Bin deshalb mitten in der Pampas stehen geblieben & habe mich seitlich des Tracks neben zwei Bäumen und einigen Büschen einquartiert. Die ersten Besucher waren im Lichtkegel der Taschenlampe hell leuchtende Augen am Boden - Spinnen, die aus Erdlöchern rauskamen und neugierig in meine Richtung linsten. Rechne auch mit Dingobesuch und vielleicht auch mit Känguruhs während der Nacht. Da ich IM Auto schlafe - Rücksitz quer plus Fahrersitz, das hat sich bewährt, stört mich draussen nix, außer: selbst das bisschen Licht vom Bildschirm des Laptops und die roten Dioden der Kopfleuchte locken eine Menge Insekten an.

Der Sternenhimmel ist etwas vom Mond überstrahlt - bin aber dem Mond ganz dankbar, denn dadurch ist es hier nicht gar so
finster ...     komische Geräusche ringsum ... meine nerven sagen, da im Dunkeln ist was .... Gefahr??
Das ist nur meine Phantasie. Glaube Kinderstimmen entfernt zu hören. Kann aber eigentlich nicht sein. Komisch, was für Streiche einem das Gehirn spielt, wenn man so ganz allein rundherum ist.
Ich lausche jetzt mal in die Nacht, wenn ich dies abgeschickt habe ..

Die Koordinaten wo ich stehe, sind auf wenige Meter genau:

South 24 Grad 01 Minute 46,66 Sekunden,
East 117 Grad 41 Minuten 50,62 Sekunden.

Für den Fall, dass ich verschütt gehen sollte heute Nacht, dann war dieses mein letzter Aufenthaltsort .. grins!!
Für den anderen Fall, dass ich nämlich weiterfahre, dann muss ich mal auf meinen Kalender und die Streckenführung bis Perth
ansehen ... vielleicht bleibe ich beim Mount Augustus ein paar Stunden länger. Es soll dort sehr schön sein...
 

 

29.04.2009

Draussen schlafen wird nichts

Nebenstehend mein aktueller Platz auf dem das Auto steht .. mit dem Tarp erstmals am Auto angeschlagen... Spendet chön Schatten. Morgen muss ich's abnehmen, wenn ich um den Mt Augustus herrumfahren will.

ABER .. was anderes gibt es zu berichten:
Hatte eigentlich vorgehabt, draussen, unter freiem Himmel zu schlafen. Daraus wird nichts. Hatte mir die Kisten schön aufgestellt, dazwischen hatte ich meine Unterlegmatte und Matratze gepackt, Schlafsack drauf, Kopfkissen (noch im Plastiksack) .. und wollte später dort schlafen. Als ich soweit war, und die Matratze aus irgendeinem Grund noch einmal anhob, sehe ich, daß eine Schlange es sich dort, wo ich meinen Kopf hinlegen wollte, gemütlich gemacht hatte. Hätte ich nicht nochmals druntergeschaut ... ich hätte mich direkt draufgesetzt und dann draufgelegt. Daraus wird nun nichts - ich schlafe nicht (mehr) direkt auf dem Boden ohne abschliessbarem / dichtem Zelt.

Was war das für eine Schlange? Klein, komplett braun, ca 40cm, fingerdick und schnell. Meinem Büchlein "Snakes of Western Australia" zufolge könnte es eine BARDICK (Echiopsis curta) gewesen sein. Keine der ansonsten abgebildeten Schlangen käme dieser hier näher. "VENOMOUS - can inflict a painful bite that requires hospitalisation", steht in dem Buch zur Bardick, d.h. nicht tödlich aber höchst ungemütlich wäre ein Biss ... Sie verschwand sofort unter dem Auto. ich wollte
sie fotografieren, Blitz draufmachen auf die Kamera, ...sie war nicht mehr zu sehen. Habe dann einen Nachbarn geholt, der hat auch mit gesucht ... fort blieb sie. Der Nachbar will auch nicht draussen am Boden schlafen ... so sagt er. Vielleicht ist sie ja in mein Auto geschlichen.. wo ich nun schlafen will....???
 

Habe am nächsten Morgen dem Chef des Campgrounds und einem Halb-Aboriginee das Aussehen der Schlange geschildert ... die BARDIK gäbe es hier nicht, sagten sie. Es wäre eine Mulga Snake (Pseudechis australis), oder "King Brown" gewesen. Diese wiederum ist im Buch als "DANGEROUSLY VENOMOUS" beschrieben. Also doch eine ganz gefährliche Schlange. Dem Aboriginee zugewandt habe ich gesagt, "she snifft at my back and said - no not with you" - Er hat sich vor Lachen fast auf den Boden gelegt. Aber dann wurde er ernst und sagte, "she could have biten you".
 

Tjaaa, das passiert eben nur einem unbedarften, erfahrungslosen Touri. Mir aber nicht noch einmal.

 

 

01.05.2009

Mount Augustus

Heute hiess es für mich "rock around the rock", dem Mount Augustus. Will die Australier nicht beleidigen, aber dass das ein besonderer Felsen ist, können wohl nur Geologen behaupten und ggf nachvollziehen. Na schön er erhebt sich aus einer ca 300-400 m hohen Ebene weit sichtbar als ziemlich flache Erhebung aus der ansonsten ziemlich eintönigen Landschaft ...
Jeder einzelne einigermassen Steile Berg über 1.500m in den Rockies, den
Anden, den Alpen, usw., gar nicht zu reden vom Himalaya hat mehr
Attraktivität, als dieser Augustus.
Die angepriesenen Aboriginee Malereien haben nichts mit der Qualität der Malereien im Kakadu Nationalpark gemein. Man kann kaum erkennen, dass überhaupt etwas an den Felswänden gemalt wurde. Naja, vielleicht wurden sie im Laufe der Zeit auch abgewaschen/abgetragen. Im Kakadu NP werden sie immerhin weitestgehend vor Regen- und Tropfwasser geschützt.

Geologisch betrachtet ist der Mount Augustus sehr wohl eine Besonderheit. Es ist ein Monolith, und zwar der größte der Welt (sieben Kilometer lang und drei Kilometer breit. Hat eine Höhe von 1.106 m, erhebt sich bis 600 m aus der Umgebung heraus. Sein Volumen ist wohl 2,5 mal größer als der Ayers Rock, der wiederum kein echter Monolith ist).  Man darf also nicht erwarten, dass der größte Stein weltweit auch noch hübsch ist.   

 

02.05.2009

Im Outback zwischen Mount Augustus und Mekatharra

Mein Weg vom Mount Augustus nach Mekatharra (ein ringsum von Goldgräberei verstümmeltes Gebiet, riesige Minen siehst du von einem Lookout aus. Ansonsten ein Drecknest, in dem Django aufgehängt worden sein könnte ... habe getankt und bin weiter gefahren - total 350km, alles gravel roads. Mehr geht kaum.

geht über 350 km Gravel Road. Ich bezweifelte von Anfang an, daß ich das an einem Tag schaffen würde. Und so stehe ich nun ca. 190 km vor Mekatharra bei Mount Gould. Hier ist eine historische Polizeistation von 1888. Die Station ist nun von Rindern besetzt, die überall hingesch... Haben. Mein Lager habe ich in einem ausgetrocknetem Flußbett bei der Station aufgeschlagen, das heißt, ich werde wieder im Auto schlafen (Anmerkung: Man sollte eigentlich niemals sein Lager im Flußbett aufschlagen. Zu oft wurden Greenhorns, wie ich, schon im Schlaf von ankommenden Fluten überrascht, weil einige 100 km weiter ein starker Regen niederging und das Wasser sich eben seinen Weg flußabwärts gesucht hat. Ich habe mich allerdings vorher genau erkundigt. Mir wurde grünes Licht gegeben. Zur Sicherheit habe ich meinen genauen Standort mitgeteilt.

 

Der Flussgrund ist steinig und sandig - im Wechsel. Bevor ich reingefahren
bin, habe ich gecheckt wo es längsgeht und wo ich wieder rausfahren kann ohne
wenden zu müssen. Neben dem Auto sind zwei Bäume, an deren Fuss es jede Menge Erdlöcher gibt. Für Kaninchen zu klein ... ob das alles Schlangenlöcher sind??
Habe schon ein paar mal nachgesehen, ob sich irgendwo was rührt.

 

Mitten im Flussbett ist eine lange schmale Insel, jenseits der Insel jede Menge Känguruh-Wasserlöcher, die sie sich in den Flusssand gegraben haben. Das hat mir Don al erklärt.

 

Um es mir gemütlicher zu machen hatte ich Holz gesammelt, um am Lagerfeuer zu sitzen. Das Zeug brennt wie Zunder. Sehe mich schon wie ein Kaninchen hin- und herflitzen, um Nachschub zu holen, damit bloß die Flamme nicht ausgeht. Ist das Romantik?

 

 

 

05.07.2009

Auf dem Weg von Sandstone nach Paynes Find

Auf meiner heutigen Tour ist mir auf dem Weg von Sandstone nach Paynes Find der rechte hintere Reifen geplatzt, bei ca. 100 km/h auf der Gravelroad. Der Wagen kam schlagartig ins Schleudern. Auf der linken Strassenseite auf der ich fuhr, sackte er plötzlich hinten rechts weg und die ganze Kiste wollte rechts hinten seitlich wegrutschen, mit Gewalt links in die Büsche. Durch Gegensteuern blieb ich auf der Strasse, aber quer rüber auf die rechte Seite, rauf auf die leicht schräge Sandböschung und dann, wieder, durch Gegensteuern, die Böschung runter und quer über die Strasse wieder auf die linke Seite. Da stand ich dann, glücklich wie nie ...


Der Wagen hätte sich auch überschlagen können. Da er sowieso nicht besonders richtungsstabil ist, war das Ganze schon grenzwertig. Mein Schutzengel war jedenfalls voll da.  


Nun sind beide Reservereifen verbraten ...
...und bis Perth gibt es jetzt keine Panne mehr ... fahre nur noch Asphalt.

Durch den Reifenschaden/-wechsel kam ich dann in die Dunkelheit, in der ich ungern fahre. Mußte höllisch aufpassen, sollte mir ein Känguru vor das Auto springen. Man sieht sie oft im Scheinwerferlicht neben und auch schon mal auf der Straße.  Eine Panne reichte mir, eine weitere sollte nicht noch dazukommen.

 

 

07.05.2009

Perth

Bin wohlbehalten wieder in Perth, auf dem Central Caravan Park in der Central Avenue gelandet und gönne mir eine Cabin, mit Bett, Fernseher, fliessend Wasser, Klimaanlage. Luxus pur also nach den vergangenen Wochen und vor Beginn der nächsten Tour. Ich betrachte die Cabin als Urlaub vom Zeltaufbauen, im Auto übernachten, etc.     

 

In Perth bleibe ich bis zum 15.05.2009. Dann beginnt die Canning Stock Tour. Eine Menge Dinge sind noch zu erledigen und zu besorgen. Hier werde ich sicher auch irgendwo ein WLAN finden, um von Euch lang ersehnte Bilder für die Homepage zu senden.

 

Der Toyota wird am 13.05. noch einmal zu Britz in die Werkstatt gehen, um dort durchgecheckt zu werden. Es sollte alles in Ordnung sein, aber sicher ist sicher. John, der Niederlassungsleiter von Britz hat mir außerdem ein Swag (winziges Ein-Mann-nur-liege-Zelt) versprochen. Das Riesen-Zelt, das ich bisher benutzt hatte, wäre auf dieser Route viel zu umständlich und zeitraubend aufzubauen.

 

Der Wagen wird dort auch noch ein wenig umgebaut, d.h., die Rücksitze werden ausgebaut, um mehr Stauraum für den Dieselvorrat zu schaffen. Ich werde 8 Jerry cans à x 20 Ltr = 160 Ltr + 90 Ltr Einbautank = 250 Ltr Diesel mitnehmen. Die Jerry cans sind die uns bekannten 20Ltr-Wehrmachtskanister - die man auch in Plastik bekommen kann.

 

Unter Normalbedingungen schluckt die Kiste - der Toyota Landcruiser mit 4,5 Liter V8 Dieselmotor so um die 14 Ltr/100km. Kalkuliere aus Sicherheitsgründen nun 20 Ltr./100km ... Man weiß ja nicht ...Evtl. Abstecher bedeuten für die Gesamtstrecke 2.000 km oder auch 2.400 km je nachdem, was man abseits mit besichtigt ... Nach ca. 1.000 km gibt es eine Tankstelle zwischen Wiluna, dem Startpunkt der Route und Halls Creek - in einer Aboriginee Community. Der Sprit soll dort für australische Verhältnisse exorbitant teuer sein - mehr als 2 A$/Ltr. - gegenüber derzeit 1,169 A$/Ltr. in Perth. Bis zum letzten Jahr gab es noch einen Punkt (Brunnen 32), zu dem man sich 200 Ltr.-Diesel in Fässern liefern lassen konnte. Den LKW, der zum Transport der Fässer zu dem Brunnen benutzt wurde, gibt es nun jedoch nicht mehr. Er ist auf einer Tour verunglückt und ausgebrannt. Ersatz wurde nicht beschafft. In jedem Fall heißt es: möglichst verbrauchsarm fahren, um nicht unterwegs mit leerem Tank liegen zu bleiben. Den Diesel für die gesamte Tour mitzunehmen, würde sehr viel Gewicht im Fahrezeug bedeuten, was dann Probleme die Dünen hinauf verursachen würde."

 

Mittwoch wird eingekauft, zusammen mit Tracy. Sie arbeitet bei der Autovermietung Britz und wurde von ihrem Boss beauftragt, mir beiseite zu stehen - hauptsächlich für den Einkauf des Swag ...

 

 

10.05.2009

 

Habe 6 durchnummerierte und abschließbare Alukisten auf dem "rack", das ist der Dachträger. Jede Kiste
hat ihren bestimten Platz.


In den Alukisten ist seit Beginn der Reise schwerpunktmäßig sortiert:

1 - First aid ... Erste Hilfe / Tens-Gerät / LumbaMed / TESA Tapes / Moskito Killer / GreenForce Lampe
2 - Restaurant ... Nahrungsmittel , Kaffee/Tee,
3 - Radio Räuber ... Elektroladen, Adapter, Ladegeräte, Radio, ...
4 - Boutique ... Anziehklamotten
5 - Library ... books and maps ... all over Western Australia
6 - Tauch-/Schwimmsachen (ohne Flossen, die passen nicht rein)

Da die Sachen - konsequent einsortiert - dazu führen, dass eine Kiste (Nr. 5 - books @ maps) gewichtsmäßig verhältnismäßig schwer, andere dafür leicht sind, erlaube ich mir, gewichtsmäßig auszugleichen. Das macht Sinn, da die Kisten aufs Rack
rauf und wieder runter zu holen sind ... Auf den nepalesischen Träger muss ich hier leider verzichten, was heißt ... Selbst ist der Mann. Der Gewichtsausgleich führt dazu, dass manche Dinge eine zeitlang nicht wiederzufinden sind ... Ob mich das
ärgert? Ich hasse durch unnötiges Suchen verursachten Zeitverlust. "Ordnung" ist das halbe leben, ja ja.


In Kiste Nr. 4 hat sich jedoch was getan. Ameisen haben sich zwischen meiner Kleidung eingenistet. Vermutlich  kommen sie vom Mount Augustus. Dort hatte ich die Kisten draussen auf dem Boden stehen. Bemerkenswert ... sie haben einige Eier mit hineingenommen oder inzwischen gelegt, kleine ca 2-3mm lange weiße Eier. Als geeigneten Platz hatten sie meinen dicken blauen "Dräger"-Pullover mit Kaputze ausgesucht; den hatte ich vorher manchmal abends und nachts an, wenn es kalt wurde. Leider haben sie nicht gewußt, dass meine Liebe zu Ameisen nicht bis in meine Klamotten hineinreicht. Ansonsten können sie mir unter den Füßen herumkrabbeln, so viel sie wollen, vorausgesetzt sie laufen nicht an den Schuhen / Beinen hoch und beißen ..., was diese Sorte Ameisen sorgfältig vermeidet.

Kurzerhand flogen Wäsche und Ameisen in die Laundry. Vielleicht hatten sie bei 1.500 U/min noch einmal Spass gehabt.

Eine weitere Kolonie Ameisen (oder die gleiche?) haben sich als völlig anspruchslose Haustiere im Auto selbst angesiedelt. An meine Nahrungsmittel kommen sie nicht heran. Was interessant wäre, befindet sich im für sie unzugänglichen Kühlschrank. Wo sich
deren Zentrum befindet und wovon sie sich ernähren, weiß ich nicht ... Vielleicht sammeln sie die letzten irgendwo hinfallenden Krümel auf. Sie krabbeln überall herum - auf dem Armaturenbrett genauso wie hinten auf der Stossstange, ohne mich zu stören - ich selbst bin für sie so scheint es, tabu. Sie scheinen auf geheimnisvolle Weise allesamt zu wissen, dass ausschließlich "Kooperation" oder eine Art "Symbiose" mit mir ihr Leben retten könnte. Selbst nachts, wenn ich (das war bisher / manchmal so) im Fahrzeug schlief, ließen sie mich vollständig in Ruhe. Meinetwegen könnten sie also bleiben - was zur Folge hätte, dass sie wohl in ganz West-/Nordwest Australien mit
herumfahren und überall bei genügend langen Aufenthalten einige von ihnen sich davonmachen und jeweils dort ansiedeln würden.

 

Trotzdem müssen sie um ihr Leben fürchten. Wenn ich könnte, würde ich ihnen den dringenden Rat geben, dieses Domizil umgehend zu verlassen. Denn: Habe mit Otto gesprochen und ihm das erzählt. Er
sagt, ich muss den Wagen über Nacht einmal vollständig innerlich mit Moskito-Tod einsprühen, eine zeitlang auch die Lüftung auf Innen-Zirkulation laufen lassen und am nächsten Morgen alles wieder gut durchlüften. Warum? Otto meint, die Ameisen würden
einen Staat im Fahrzeug bilden, immer mehr werden und ich hätte schließlich überall am/im Wagen und allen meinen Klamotten (nicht nur Kleidung) mit ihnen zu tun.

Tja...
schade um die ansonsten wirklich so umgänglichen Haustiere.
Wo Menschen sich aufhalten, müssen - so scheint es zu sein - alle anderen Kreaturen
verschwinden ... Warum muss das so sein?

Es ist 6 Stunden her, dass ich das mit den Ameisen im Auto vorstehend geschrieben habe. Nun habe ich einige Dinge am Auto nachgesehen / die Garmin- und Fugawi-GPS-Antennen auf dem Dach besser verklebt / mir den Motorraum näher angesehen / gecheckt wie ggf. die Dieselpumpe entwässert und ggf. entlüftet wird / doch noch einen separaten Einfüllstutzen für Frontscheiben-Wischwasser entdeckt (man höre & staune!)- nur für die Heckscheibe ist nix zu finden .. / Reifenventile bzgl. Länge gecheckt - 3 Stück sind für das "deflating" = Luft ablassen und Reifenbdruck messen - für
Dünenfahren unpassend kurz. ... und ... was stelle ich fest? Die Ameisen sind offensichtlich nicht mehr an Bord ...

 

Habe überall nachgesehen - kein einziges Tier mehr zu sehen! Hatte noch nichts bezüglich Aussprühen usw. unternommen. Ich frage mich - genau so selbstverständlich wie sie mich selbst in Ruhe gelassen hatten, haben sie mich evtl. klar in meinem Denken bzgl. Ihrer Situation verstanden?? Haben sie meinen dringenden Rat umgesetzt? Oder sagten sie sich, dass sie so schnell nicht wieder
nach Central Perth kommen würden? Abgezogen sind sie. Was sagt man dazu?
 

 

 

12.05.2009

 

To whom it may concern

today lunch wil be / is ready to go:

HEINZ Spaghetti (meantime I almost hate it! But there are a few of the cans left)

with extra cheese sauce
in den Topf. Vorher etwas Crisco mild & tasty PURE Olive Oil
unter Rühren langsam erhitzen
My inspiration tells me to add:
eine Prise McKenzie's pepper seasoning
(peppercorns, sea salt, garlic, red bell pepper,
mustard seeds and coriander seeds)
eine extra Prise McKenzie's natural sea salt
and finally some of the Fountain rich & tangy classic BBQ sauce

Bon appetit ...
I've to say to myself, because nobody else will do that to me.
I feel lonely with it ..

a poor green nomade

 

Ihr seht, heute war etwas Melancholie mit im Spiell.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Google Map in blau dargestellt

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