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31.07.09 - Edith Falls

 

Habe heute Hidden Valley verlassen, nachdem ich das Auto neu eingeräumt habe; und Dinge, die nun nicht mehr benötigt werden, wie z.B. die Schlafsäcke, Luftmatratzen, Stühle etc. von Kerstin, Nina und Nils  bei Britz abgegeben habe, andere Dinge, die ich dort eingelagert hatte, habe ich mitgenommen.

Bin vorgerückt auf die Koordinaten: -14,18032, 132,18736. Das ist auf Campingplatz "Edith Falls", bereits im Nitmiluk NP ein paar km vor Katherine. Dort gibt es einen schönen See, eingerahmt von Bergen. Der See wird von einem kleinen Fluß, der über einen Wasserfall direkt in den See mündet, gespeist. Wunderschöne Szenerie.


Bleibe zwei Nächte hier, hauptsächlich um morgen alle Klamotten besser durchzusortieren um den Zugriff zu optimieren. Im Hidden Valley wurde es heute früh zu spät, da ich um 10 Uhr die Cabin räumen mußte. Als ich um viertel nach zehn noch nicht raus war, fragte die Putzkolonne bereits an, ....
Nach Ankunft Edith Falls hatte ich mich allerdings erstmal in den See geworfen, sogar meine Flossen und die Füsslinge waren kurfristig im Zugriff. Im ziemlich kalten Wasser bis zum Wasserfall geschwommen / quer über den See. Schon auf dem Hinweg wurde es kalt. Drüben schien auf einem von der Sonneneinstrahlung her sehr warmen Felsen noch eine kurze Weile die Sonne, was ich voll ausgenutzt habe. Das Wasser war herrlich, leicht grünlich, aber eben kalt, bei Sicht von ca. 4 m. 


Auf der Fahrt hierher konnte ich einem Schild neben dem Stuart Highway nicht wiederstehen, dass auf einen "WW II - Airstrip" namens McDonald verwies. "WW II" steht für „world war two“, dem zweiten Weltkrieg.


Da bin ich dann hinein gefahren und tatsächlich auf der alten Militärstart-/Landebahn McDonald "gelandet". Ein wirklich riesiges asphaltiertes Teil, war wohl auch geeignet für große Militärbomber. Ein weiteres verwittertes und verwaschenes Schild neben dem Airstrip verwies auf einen Track, der zu den "Airport control barracks" führen sollte. Da dieser
Track richtungsmäßig passte und gemäß meiner tollen digitalisierten Karte auf dem Computer auch zur Hauptstrasse zurückführen müßte - wohin ich ja danach zurück wollte, nahm ich den Track. Der erwies sich als teils heftig ausgewaschen und ewig nicht befahren und außerdem interessant an einer Bergflanke vorbeiführend. Wäre interessant zum Campen gewesen,
aber ich wollte ja noch weiterkommen. Es gab viel zu sehen ... nur keine airport control barracks.

 

Tatsächlich mündete der Track - wie auf der Karte eingezeichnet - auf die Hauptstrasse zu, ABER .... die Straßenbauer hatten beim letzten Straßenneubau die Trasse des Stuart Highway tiefer gelegt ... mit fast senkrechter vom Trackende aus 2m Böschung abwärts.
Keine Chance, da herrunterzufahren. Habe dann erstmal zu Fuss die Lage erkundet und fand ca. 50m weiter ein altes Schild, das ebenfalls auf den WW II airstrip McDonald verwies. Dort war die Böschung zwar immer noch fast 2m hoch aber flacher und Dank der guten Bodenfreiheit des Toyota Landcruiser zu befahren. Tatsächlich ist die ganze Gegend südlich von Darwin im zweiten Weltkrieg Verteidigungslinie der Australier gegen die Japaner gewesen. Außer dem "McDonald" gibt es eine Vielzahl von WW II Gedenkstätten, die von den Australiern mehr oder weniger gepflegt werden.

Meine direkten Campnachbarn heute, sind zwei Australier ... Mann und Frau. Wir teilen uns einen Platz (Nr 10), der sonst für größere Zelte und oder Wohnmobile verwendet wird. Sie sind gemeinsam in einem PKW angekommen und jeder hat offensichtlich sein eignes
kleines Zelt. Der Mann hatte für beide etwas zu essen auf dem Brenner zubereitet. Seitdem erzählt er ihr mit ruhiger Stimme seit Stunden irgendwas und die Frau sagt in der Dunkelheit mit wenigen Ausnahmen und mit konstanter Bosheit: "YEAH", wobei sie das eher ausspricht wie "yeeeeea". Wenn du (wie ich jetzt, habe mitgezählt) das tausend mal gehört hast, fragst du dich, ob sie sonst nichts zu sagen hat. Ich frage mich, wenn er sie mit genau derselben ruhigen stimme fragen sollte "would you like to sleep with me tonight?", ob sie dann auch mit konstanter Bosheit "Yeah" sagt???? Manchmal sagt sie (zur Sicherheit) gleich zwei mal "Yeah, yeah", das zweite mal etwas leiser. Aber zwischendurch hört man auch mal ein kurzes Lachen von ihr, also doch zu weiteren Lautäußerungen im Prinzip fähig.

 

 

01.08.09 -Edith Falls

 

Als ich heute FRÜH um 9:15 meinen Swag aufgemacht habe, wurde ich von einem ca. 40cm großen Vogel mit gebogenem Schnabel begrüßt. Einem IBIS, schätze ich. Er stolzierte um mich herum und buddelte mit seinem Schnabel im Gras herum. Mich (aus meinem Swag herausblickend) nahm er nur nebenbei zur Kenntnis. Später am Vormittag konnte ich eine Reihe von Aufnahmen machen. Er hat bei Sonnenschein ein in allen Farben schillerndes Federkleid oben am Hals / den Rückenfedern.

 

 

02.08.09 - Timber Creek

 

gone westwards ... as mainly the early explorer did. - Übernachte in Timber Creek

Es stehen viele Wohnmobile auf dem Platz  -   eindeutig die australische Schwerpunkt-Art zu
reisen. Ein Zelt ist nicht wirklich "in", wohl zu unbequem.
Die Koordinaten meines Swag sind: -15,66166, 130,48189

 

03.08.09 - Halls Creek

 

Meine Position im Swag lautet heute:  -18,22740, 127,66742 - Halls Creek

Diese Position ereicht nach 603km Distanz.
An der Grenze zu WA die übliche Lebensmittelkontrolle ... hatte noch eine große Zwiebel und zwei Flüssig-Honig, einer noch neu & ungeöffnet. Die original verpackten Nüsse und getrocknete Aprikosen gingen durch. Koblauch hatte ich an der Grenze keinen mehr, da ich meinen kompletten Knoblauch-Bestand gestern Abend mit einem Stück Fleisch gebraten und vertilgt hatte Stinke heute deshalb wahrscheinlich aus allen Poren. aber ich rieche davon ja nix, also ...?

 

Habe mit einem Zeltnachbarn gesprochen, der zusammmen mit seiner Frau und einem weiteren Paaar gerade die CSR raufgekommen ist. Alle Lakes are dry he said, no Matsch no difficult clay pans to cross. Sein Mitsubishi hat sich einen 2 Monate alten Stossdämpfer gebrochen. Mit dgl. muss man auch bei ansonsten trockenen Verhältnissen rechnen. Verfahren kann ich mich (eigentlich) nicht, da ich den Track digitalisiert auf dem Rechner habe


Bisher keiner zu sehen, der die CSR RUNTER nach Süden fahren will...
Habe beim Campground-Chef hinterlassen, dass ich an solchen leuten interessiert bin.
Werde auch im Halls Creek Tourist Info Büro dasselbe hinterlassen. Vielleicht findet sich etwas.

 

 

05.08.09 - Old Halls Creek

 

Habe noch niemanden gefunden, der die CSR befahren möchte. Daher war ich heute in Old Halls Creek, bei "Martin", einem professionellen Goldsucher. Habe ihm ein kleines gebrauchtes "Fisher Gold bug" abgekauft, das er von Gästen in diesem Jahr übernommen hatte.


Martin wollte mich für einen Monat in seine Gold-Gefilde locken, ich könnte dort fündig werden, so sagte er. Er scheint seinen Grund und Boden, incl. Inventar (Bagger, Radlader, Steinmühlen, etc. inzwischen verkauft zu haben, denn er meint, wenn nichts dazwischen käme, dann wäre das so. Er und seine Frau wollen aus diesem Gebiet fort. In Wyndham würde seine 75-Fuß Dieselmotoryacht auf ihn warten. Gold würde er nur noch spaßeshalber suchen, er wüsste ja, wo er fündig werden würde.

habe - nachdem ich in Old Halls Creek war - wieder lockere Zusatzscheinwerfer vorgefunden. dies obwohl sie in Darwin erneut auf dem Garantiewege komplett neu befestigt wurden. Habe also beide nochmals ab-/angeschraubt - mit Vibrationssperre versehen. Weiterhin mit zweifach selbstsichernden Schrauben und Unterlegscheiben sowie Sicherungssprengringe. Das war vielleicht eine Schrauberei. Loktite war im Gewinde und bei beiden Lampen verklemmte sich beim Abschrauben ein Stromanschlusskabel zwischen Mutter und Schraubenbolzen. Glaube, im ganzen Kimberley hat man mich fluchen gehört. die Mitchell Wasserfälle sind dadurch temporär rückwärts geflossen und anschließend vereist.
 

 

07.08.09 - Halls Creek

 

Mein Plan für die nächsten Wochen sieht so aus:

 

Ab in die Wüste - und heute geht es los: Zunächst südlich von Halls Creek ein Stück weit durch die Tanami Wüste, dann übergangslos eine lange Strecke durch die Great Sandy Desert - die größte Wüste West Australiens und schließlich ein Stück weit durch die Gibson Wüste - bevor ich in den Rudall River National Park fahre. Ca 1.000 km nur Wüsten - ohne jedwelche Sprit- oder Nahrungsmittelversorgung. Das Fahrzeug and myself sind voll dafür ausgestattet inkl. der Erfahrung vom Mai mit Otto, dem CSR Spezialisten (diesmal nicht mit dabei). Bisher habe ich keine anderen Leute gefunden, die wie ich dieselbe Route fahren wollen. Ich setzte darauf, unterwegs auf Fahrzeuge zu treffen, denen ich mich zur Sicherheit anschliessen kann.

 

Fahre ab Halls Creek die Canning Stock Route südlich ca 1.000 km bis zur Kunawarritij Community zum Diesel auftanken. Weiter die CSR bis zum Abzweig Talawana Track. Dort herunter  von der CSR - den Talawana Track westwärts bis Cotton Creek (Punngurr Community) - zum Auftanken (4 A$/ Liter Diesel!!!).

 

Zurück auf den Talawana Track ca 30  km weiter westwärts, um dann in den Rudall River National Park von Süden her einzufahren. Im Rudall River NP dann zum "Desert Queen Baths", erstmal sehen ob die Queen dort ist ... Falls die Queen nicht dort ist, dort neben dem Wasserloch, das den hochherrschaftlichen Namen trägt, für einige Tage das große Zelt für einige Tage aufbauen. Vom Zelt aus Tagestouren in die Umgebung .... Explorer spielen, weitere Wasserlöcher suchen, etc.

 

Zeitlich gesehen dürften ab heute, 07.08.2009 acht Tage oder länger bis zur Kunawarritij Community benötigt werde - ich beeile mich kein Stück, sondern genieße das gesamte Scenario ... mit unzähligen Sanddünen, die überquert werden "wollen". 

 

Danach habe ich "grob" mal das Ningaloo Riff an der Westküste ins Auge gefasst .... 2 Wochen Aussenriff tauchen mit Haien und anderen kleinen Fischen ... wäre vielleicht was. Mal schauen, wie weit südlich die Küste runter das ist und welche Divecenter dgl. (Aussenriff, wo es tief runter geht in den Indischen Ozean!) anbietet. 

 

 

So .. jetzt noch a) bei der Tankstelle den Fahrzeugtank bis zur Halskrause nachtanken, frisches (Weiß-)Brot kaufen (no Pumpernickel at all in Halls Creek, es ist ein Nest und zum Heulen!), falls zu finden Knäckebrot, 2 Ltr Milch,  Schokoladentafel und ab… Vorerst allein...

 

08.08.09 - Wolfe Creek Crater

 

Morgen habe ich Geburtstag, das wäre dann wenn ich auf die Uhr sehe, in 1 3/4 Stunden. Bleibe bei einem zwar klein gehaltenen aber wärmenden Feuerchen bis nach Mitternacht (24:00 Perth-Zeit = 18:00 gestern Hamburg-Zeit) wach. Irgendwie fühle ich mich nun, nachdem Kerstin und die Kids abgereist sind, allein, obwohl ich mich täglich mit Kerstin austausche. Mal sehen, ob mich jemand vermisst, und mir ein Lebenszeichen sendet.


Werde dieses Jahr wieder mal zwei Jahre jünger... da passt doch, dass ich auf der Fahrt
von Halls Creek südlich 20km vor dem "Wolf Meteor Crater" einen Reifen platt gefahren habe. Ganz unspektakulär meldete sich der Wagen mit mahlendem Geräusch hinten links und seitlich schwimmendem Heck. Es gab KEINEN Grund dafür, der Reifendruck war
bei Einfahrt in die Gravelroad ordnungsgemäß herabgesetzt und die Strasse zum Wolf Meteor Crater ist eine stinknormale Gravelroad. Hatte wieder Grund, die Mitchell Falls gefrieren zu lassen ... Meine Flüche ließen den Wagenheber automatisch aus seinem unter dem ganzen Gepäck hinten links verborgenen Kasten herausspringen ... – wenigstens das.


Nun fehlt mir WIEDER ein Ersatzreifen für die Canning, auf die ich ja fahren wollte – wie damals, als ich das erste mal auf diese Route wollte, da war mir auf dem Weg dorthin ja auch ein Reifen kaputt gegangen! Ich hatte für diese Tour ja zwei komplette Ersatzräder, nun ist es nur noch einer. Und  mit nur EINEM Ersatzrad fährt man nicht auf die Canning Stock Route. Hatte Otto angerufen und ihn gefragt, ob man 60km in meiner Fahrtrichtung in Billiluna, der nächsten Aboriginee Community Ersatzreifen, mindestens die Decke ohne Felge bekommen könnte - klare Aussage von ihm: No - not in ANY Black Community you get those things, auch nicht in Billiluna. Das heißt ... zurück nach Halls Creek, wo ich aber erst AM MONTAG Ersatzreifen bekommen kann. Summa summarum 3 (drei) Tage netto Zeitverlust. Das passt mir ja gut, habe ich doch noch soooo viiiiel Zeit und bin ich doch gaaaar nicht soooo lange im Top Ort Halls Creek gewesen, um jemanden zu finden, der mit mir fährt, der dann doch nicht aufgetaucht ist.

Bin dann, nach Reifenwechsel, zum Crater Campground gefahren, auf dem sich jede Menge Fahrzeuge befanden, davon allein 10 Stück vom Sydney 4WD Club. Habe kaum noch einen einigermaßen vernünftigen Stellplatz gefunden. Wo ich mich dann hinstellte, hatte sich eine
Gruppe von 3 Fahrzeugen / ca. 6 Personen  etabliert. Irgendwann spät fingen zwei von deren Frauen an, sich zu streiten .. Die eine forderte schließlich die andere auf mit ihr vernünftig zu reden ... und sie müsse wohl erst noch erwachsen werden. Das waren alles mittvierzig bis - fünfzigerinnen, also ... erwachsen werden?? Jedenfalls wurden die Differenzen offenbar nicht beigelegt, denn die eine Frau stand morgens wie verlassen und versteinert in der Landschaft rum. Später fuhren die Fahrzeuge unabhängig voneinander los ...  Auch das gibt es…

Da ich nun mal am Wolf Meteor Crater war und bis Sonntag Zeit hatte, habe ich mich gestern entschlossen, auch erst morgen am Sonntag nach Halls Creek zurück zu fahren.
Habe die Zeit heute (Samstag) intensiv am /im Crater genutzt: Bin
1 - oben auf dem Kraterrand 2/5 entgegen dem Uhrzeigersinn herumgegangen,
2 - außen den Kraterrand herunter
3 - außen in südöstlicher Richtung ("marschiert" ist zu viel gesagt, durchs Spinifexgras gegangen - ca. 1/2 Std eine
Richtung in die Wüste hinein,
4 - zurück zum Wolf Meteor Crater, auch ca. 1/2 std.,
5 - rauf auf den Kraterrand,
6 - 1/5 des Kraterrandes weiter oben längs gleiche Richtung entgegen Uhrzeiger,
7 - runter in den Krater (kein Pfad, sondern querbeet) und teils (zuletzt)
8 - auf dem "Weg" im Krater zurück rauf denn Kraterrand - wo es zurück zum Parkplatz und Auto ging.


Habe dabei zuletzt bergauf spontan an Nils gedacht, wie der da raufgerauscht ist. Außer mir war niemand mehr am Krater oder unten auf dem Parkplatz... . Hatte mich wohl in der Hitze übernommen - trotz genügend mitgenommenem Wasser ging es mir unten im Krater schon schlecht; habe mich gefühlt wie ein seit Tagen in der Wüste ohne Wasser Verirrter. Den steinigen Pfad / "Nils Weg" rauf habe ich wohl 5 x Pause gemacht, war echt froh, oben gewesen zu sein. Wohlgemerkt: An Wassermangel kann es nicht gelegen haben, denn ich hatte genügend dabei und habe regelmäßig getrunken. Sogar meine Mütze habe ich zwecks Kopfkühlung mehrmals mit Wasser gegen die Hitze getränkt ... Aber vielleicht waren die insgesamt 6 Stunden zu 95% in der Sonne einfach zu viel auf einmal. Es soll mir eine Lehre sein .. Man ist eben nicht an die Hitze adaptiert ... Klimaanlage im Auto und gelegentlich mal draußen ist da gar nichts.
 

Während der Tour habe ich auch Ausschau nach Meteor-Bruchstücken gehalten und bin gegen Ende des Abstiegs (Ziffer 7) vielleicht fündig geworden. Ein relativ zu anderen massenhaft zu findenden Steinen ... schweres Stück (Nickel-Zink-Eisen?) lag innen am Fuße der Kraterwand - Aus bestimmter Perspektive aussehend wie ein Meteor-Mann ... vielleicht der Captain des Meteors???

 

10.08.09 - Desert oak

 

Koordinates?  -  VERY POSITIVE POSITION!!!
"desert oak" .. the ultimate dream place at -20,1979, 126,98653

Wenn ich sagen soll, was mich heute am meisten erschüttert hat, dann dies: 20min vor dem Abzweig zum Wolf Meteor Krater hat das Auto hinten rechts ... einen platten Reifen .. Und dies nachdem ich am Freitag ca. 20km davor hinten links den Platten hatte ..
Das muss ich bereits geahnt haben, denn als ich heute früh beim Toyota Service einen Ersatz-Reifen abholen wollte, sagte mir die Dame nach einigem Suchen in deren Lager - dass der Reifen nicht vorrätig wäre. dasselbe Theater wie in Wiluna ... Habe daraufhin einen gebrauchten Reifen der richtigen Sorte mit wenig Profil und einen zweiten Reifen, neu aber anderes Fabrikat genommen. Montieren konnte Toyota-Service ihn mir (vielleicht) mittags, war aber auch nicht sicher, da der Mann der das machen könnte, auf Abschlepptour sich befand. Darauf habe ich dann verzichtet, wollte ich doch endlich losfahren ...
Als ich bei Toyota vom Hof fuhr, hatte ich den zerfetzten Reifen von Freitag weiterhin hinten an der Tür, drei Ersatzreifen auf dem Autodach:
1. Dunlop gebraucht auf Felge, der lag vorher schon drauf
2. Dunlop wenig Profil / nur Decke - für 20A$
3. Hankook neu / nur Decke - für 300A$

Anstelle des heutigen platten Reifens kam Nr. 1 hinten links zum Einsatz.
Ansonsten verfüge ich aktuell / derzeit über KEINEN kompletten Ersatzreifen mehr, sondern nur noch über 2 nicht montierte Ersatzdecken, einen kaputten Schlauch von heute, den ich wahrscheinlich flicken kann (Loch ca. 8cm aufgerissen), einen gebrauchten aber sonst einwandfreien Schlauch und zwei nagelneue Schläuche. Ausserdem natürlich die beiden Räder mit den kaputten Decken. Ausserdem verfüge ich inzwischen über einen "tire-breaker usw." das Werkzeug zum demontieren und montieren von Reifen (deren Decken und Schläuche). Die Reifen haben "split-rim": Eine Split-Rim Felge hat einen seitlich aussen in die Felge eingeklemmten Ring mit Schlitz, erleichtert die Montage und Demontage von Decken und Schläuchen. Nachdem ich mir dies technisch in einer Werkstatt habe ansehen können, fehlt mir nur noch die Praxis es zu tun. Habe mir vorgenommen, die beiden Ersatzreifen in aller Ruhe / abends vor Dunkelheit und wenn es nicht mehr ganz so heiß ist, VOR dem nächsten Platten fertig zu machen ...

Dermaßen "vollständig" mit Ersatz bzgl. Reifen ausgestattet bin ich nach dem heutigen Platten bzw. dem darauf folgenden Reifenwechsel weitergefahren. Nochmals umkehren nach Halls Creek ... no. Im Billiluna, einer Aboriginee Community 50km hinter dem Krater befindet sich zwar ein Autoservice, den ich gern in Anspruch genommen hätte .... Der einzige Servicemann war nachmittags 14:00 Uhr - während seiner normalen Arbeitszeit - aber unterwegs nach Halls Creek (so stücka 150km entfernt), Seine "Royalties" abholen. Habe den Mann, der mir die Auskunft gab gefragt, was das ist. Er sagte sinngemäß "the money he is getting without have to work for ..".

Wenigstens Diesel konnte ich in Billiluna nachtanken. Idiotischerweise kann man ausschließlich Diesel-Karten VOR dem Tanken erwerben, obwohl man ja noch garnicht genau weiß, wie viel man tanken kann. Auf meine Frage hin, was wäre wenn ich versehentlich zu viel per Karte vorher kaufe, was dann ... Ein offener Mund war die Antwort ... Man muss ja nicht auf alles und sofort eine Antwort wissen ...

 

Da ich seit Halls Creek noch nicht viel Diesel verbraucht haben konnte, kaufte ich für
50A$ genau 19 Ltr. Diesel. Der passte auch rein in den Tank.

Wenn ich sagen soll, was mich heute am meisten AMÜSIERT hat, dann dies:
Westlich des riesigen Lake Gregory kommt mir auf dem inzwischen einspurigen Track ein weißer Toyota Landcruiser entgegen. Das einzige Fahrzeug, das mir seit Billiluna begegnete. Er hielt an und blinkte schon von Weitem mit seinen Scheinwerfern auf .. ich sollte anhalten. Drin saß ein Aboriginee Mann und ein ca. 10-12 Jahre altes Abo-Mädchen. ER HATTE SICH VERFAHREN UND WUSST PERDUE NICHT MEHR, WO ER WAR!!! Als ich ihm zeigte, dass er sich auf der Canning Stock Route befand, wusste er, dass er völlig falsch gefahren war. Wir suchten dann gemeinsam auf meiner PC-Karte nach dem kleinen Ort / Community, zu der er hinwollte. Auch das Mädchen drängelte mächtig Richtung Screen ... schien mit ihren großen schwarzen Augen fasziniert zu sein. Wir hatten uns draußen vor die offene Beifahrertür gestellt, damit der Mann sein Dorf besser mit suchen konnte ... . Nach einigem Suchen hatten wir das Nest gefunden ... es lag ÖSTLICH des Lake Gregory - nur auf irgendwelchen Tracks zu erreichen, wir befanden uns aber WESTLICH des Lake. Der arme Mann murmelte was davon, man müsse Bushman sein, um sich hier zurecht zu finden. Und dann wurde er richtig lebendig und meinte, man müsse so eine Karte haben, wie ich sie hätte ...   Er hat mit dem Programm übrigens "umgehen" können, als wenn er das schon immer getan hätte: "lets go down that track, .. go more righ, ... etc." Zwischendurch entschuldigte er sich wiederholt wegen der Verzögerung die ich ja nun erleiden würde... Ein höflicher Aboriginee ... Habe ihm gesagt, daß es für in ja nun wichtig sei, zu wissen, wie er an sein Ziel kommt. Er hätte nun einen Track nehmen können, der teils durch den (soweit mir bekannt) eigentlich trockenen Lake Gregory geführt hätte ..too risky sagte er.

 

Wie er nun um den Lake nördlich herum zu fahren hatte, ließ er sich 5 mal erklären und zeigen, dann fuhr er los, nicht ohne sich und seine Tochter mit Handschlag namentlich vorzustellen und auch ich musste mich namentlich zu erkennen geben. Glaube kaum, das er noch vor Dunkelheit dort in seiner Community angekommen ist. Wenn Du keine solche Karte wie ich mit lfd. GPS-Position mitführst, dann möchte ich mich hier nicht in der Dunkelheit verirren ...
Warum mich das so unendlich amüsiert hat? Der Aboriginee verfährt sich neuerdings in seinem eigenen Land mit seinem Landcruiser. Muss einen Weißen fragen, wo sein Dorf liegt und wie er da hinkommt!!! Manchmal kommen mir die Aboriginees in ihrem Verhalten wie wirklich nette, oft schmuddelige, dabei manchmal stinkende kleine Kinder vor.

Die "Desert Oak" singt heute abend ein wenig - weht ja auch nur eine ganz leichte kühle Brise. Es ist wirklich ein "Traum Platz". War damals mit Otto hier, da Well 50 bereits von der Zuwegung her unter Wasser stand. Habe in sehr kleines Lagerfeuer angemacht, es war schon spöte, als ich hier ankam und begann zu dämmern. Wie zuvor bereits gesagt, mir kam seit Billiluna, wo man von CSR sprechen kann, kein Fahrzeug ENTGEGEN. Ob sich kurz vor mir oder wie weit hinter mir Fahrzeuge gen Süden bewegend befinden, weiß ich derzeit nicht. Fahre morgen früh bei Well 50 rein. Falls die Feuerstelle noch warm ist, dann ... weiß ich ich DASS jemand kurz vor mir fährt. Irgendwie versuche ich, mich anzuhängen / anzuschließen. Wenngleich ... DIESEN wirklich schönen Abend hier unter der desert oak hätte ich wahrscheinlich nicht gehabt ...

Hatte mir von 6 in Billiluna gekauften großen laaaangen Bratwürsten 4 Stück in die Pfanne gehauen. Sie schmeckten mir nicht so gut, hatte zu viele zubereitet und ich hatte mir dann einfallen lassen, vom umfänglichen Rest eine Dingo Fotofalle zu bauen.


Hatte 4-5m entfernt vom Swag die Blechschale mit der Bratpfanne und den Restbratwürsten bereits positioniert. Den Fotoapparat hatte ich bei ganz eingeschobenem Stativ in 40cm Höhe direkt am Kopfende des Swag aufgebaut / eingeschaltet und Fernauslöser in den Swag reingeführt. Hatte die Idee, wenn ich draussen den Dingo höre, dann den Auslöser zu drücken.
 

Pustekuchen!!!


Während ich hier noch am Feuer sitze und diese Zeilen schreibe, höre ich plötzlich deutliche Geräusche ...       Dingo vertilgt Wurstreste. Ich richte meine Kopfleuchte auf das Tier - ein großer ausgewachsener, kräftig aussehender Dingo blickt von den Wurstresten auf und zu mir hin. Da gleiche Verhalten wie schon bei anderen Dingo Begegnungen ...   selbstbewußt, ohne Scheu, keine agressiven Absichten zeigend - wie wenn er genau gewusst hat, dass ich das für ihn dort hingestellt habe. Zwar machte er sich kurzzeitig davon, kam aber sofort zurück und holte sich den Rest - inkl des Brotes ...


Nun wird aus den Fotos nichts. Hätte auch wohl sowieso nicht funktioniert, weil sich auch der Blitz - unbenutzt – nach einiger zeit abschaltet und ziemlich lange benötigt hätte, um wieder blitzbereit zu sein. Garantiert kommt der Dingo in der Nacht wieder um zu sehen, ob mehr zu holen sein wird... Muss meine Schuhe gut wegpacken, weil Dingos diese gern als Kauknochen wegholen ...
 

Habe ihn inzwischen dennoch erwischt / überlistet. Er kam wieder zum Fressen, da hatte ich die Kamera bei mir mit Tele und Blitz aufgebaut .. und ,.. batsch da war er auf der Fotoplatte... Nun reicht ein Blitz nicht gar soo weit, dass man per Teleobjektiv viel sieht, aber immerhin, er ist gut zu sehen.

 

 

12.08.09 - 21.31516, 125.88255 -  Well  42

 

Habe hier doch noch meine  "Truppe" gefunden“, die bei  Kunawarritij rausfahren möchte.  Bodo mit seiner Frau und zwei Töchtern, 6 und 8  Jahre alt. Bodo hat Nachrichtentechnik studiert, nebenbei eine Segelschule in Nordrhein-Westfalen und ist nach dem Studium zu eine Münchner Softwareschmiede gegangen, die für Apotheken Software angeboten hat.  Vor langer Zeit ist er auch LKW gefahren. Dadurch kannte er sich gut mit Reifenwechsel aus, was mir ganz gelegen kam. Hat mir geholfen die Reifendecke auf die eine Felge zu ziehen, die noch nicht bestückt war.

Wir sind heute die ganze Etappe zusammen gefahren. Kamen in die Dünen und das Fahrzeug von Bodo und Angie blieben prompt stecken. Nach mehrmaligen Versuchen, vermindertem Reifendruck, ändern der Lastenverteilung (Reservereifen hinten unter dem Wagen abbauen und aufs Dach leben) hat es bei der betreffenden Düne dann aber geklappt; bis zur nächsten höheren Düne, auf der sich der Track mit einer Kurve hochwindet. Wir hatten keine Chance, den Wagen darüber zu bekommen.

 

Schließlich stellten wir fest  - nach Telefonat mit Bodo`s Autovermietung – dass die Hubs an den Vorderrad-Naben wegen der Alu Räder unter je einer Kappe verborgen waren, was Bodo wohl nicht erklärt wurde.  Bis dahin ist er nur mit  Zweirad-Heckantrieb gefahren – die ganze Strecke! Kein Wunder dass er nicht über die Düne kam. Was wäre wohl passiert, wenn Bodo und Familie allein diesen Track gefahren wären?

Wie dem auch sei, nun "fluuutschte" es, über die Dünen zu fahren, wobei auch die 100-Dünen straight Strecke darin enthalten war. Es machte wieder einen Höllenspass!!

 

13.08.09

 

Habe meine Reisepläne dahingehend geändert, dass ich anstatt von Süden nun von Norden in den Rudall River NP einfahren werde. Fahre also jetzt nicht weiter südlich auf der Canning Stock, sondern auf der von Kunawarritij westwärts führenden Strasse (gravel road, kein track). Dies hat zur Folge, dass ich anfangs an der Telfer Mine vorbei komme & dort wenn möglich einen Besuch abstatte. Sollte es möglich sein, die Mine zu besuchen und Fragen zu
stellen .. I would do so.  Bis nördlich der Telfer Mine fahre ich zusammen mit Bodo und Angi, die dann weiter Richtung Marble Bar - Broome fahren werden. Kann sein, dass wir morgen
nochmals zusammen übernachten und dann heißt es adieu sagen ...

Haben uns gut verstanden.
 

 

14.08.09 - Kunawarrit ji
-22.32974, 124.72841

 

Habe heute zusammen mit Bodo & Angi &Co planmäßig die Community erreicht.
Probleme gab es keine mehr. Dafür umso verstärkte Eindrücke von der unbeschreiblich beeindruckenden Strecke. Wiederholt fiel mir unterwegs die Unberührtheit der Landschaft auf und wie weit diese Wüste sich doch ringsherum erstreckt. Die meisten Gegenden der Great Sandy Desert sind ganz sicher NUR per Kamel erreichbar, das wäre noch einmal ein Erlebnis ...  Natürlich kann man mit einem Flugzeug über solche Wüsten FLIEGEN, sicher auch im Tiefflug, aber das wäre überhaupt nicht vergleichbar.

Während ich hier im Moment abends am Lagerfeuer sitze, kommen von oben, dem All die Perseiden auf den Planeten Erde zugerast. Sie zeigen sich in Form von Sternschnuppen, wenn man Glück hat, auch in Form von Feuerbällen (was mir leider vorenthalten blieb) wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Da es in Australen, im Outback keine „Lichtverschmutzung“ gibt, wie in Ballungsgebieten, kann man Himmelskörper sehr gut sehen. Der Sternenhimmel präsentiert sich mit tausenden von Sternen. Sogar die 4 Hauptmonde des Jupiper waren deutlich sichtbar. Auch Sternschnuppen sind deutlich zu sehen. Ob all meine Wünsche in Erfüllung gehen werden, die ich bei Sichtung der Sternschnuppen äußerte?  

 

15.08.09 - Rudall River NP
-21.94121, 122.90590

 

Haben auf der Wapet Road an Punmu vorbei vergeblich versucht nochmal nachzutanken ...

Morgen trennen sich Bodo/Angie und Co`s Wege. Sie fahren weiter Richtung Marble Bar, Broome. Ich biege nach Süden ab zur Telfer Mine. Danach zum Wasserloch namens "Desert
Queen Bath" im nördlichen Teil des Rudall River NP. Will dort für ein paar Tage das Zelt aufschlagen und sehen, was es dort gibt.

Dadurch, dass ich nördlich in den Rudall River NP einfahre, habe ich 2 Tage gespart, die ich für den südlichen Weg länger benötigt hätte.

 

16.08.09 -Desert Queen Bath
-22.46366, 122.26114

 

Hatte nicht mehr in Erinnerung, dass der Track hin zu dem Queen Bath auf den letzten Kilometern so viele Steinpassagen, Querrinnen von kleinen Creeks und Auswaschungen hat. Und ... man wird es nicht glauben, mit Ankunft am Zielort, das Fahrzeug stand, da hatte ich VORN LINKS EINEN PLATTEN REIFEN! Diesmal war die Ursache sofort zu sehen: Ein Stock hatte sich knapp unter dem Profil seitlich in den Reifen gebohrt. Jedenfalls dürfte die Reifendecke noch verwendbar sein; wenigstens das ... der Schlauch lässt sich evtl. flicken. Morgen werde ich den Reifen reparieren und auch sonst eher fleissig sein: Motoröl und Wasser nachfüllen, Zelt aufbauen.


Bodo & Angi sind bis zum Abzweig zur Telfer Mine mit mir zusammen gefahren. Dort war dann der sich zufällig ergebende gemeinsame Teil der Reise vorbei. Abschied: Die beiden Kinder Sabrina, die Ältere und Alexandra machten ganz lange Gesichter; Alexandra war hinten im Auto auf ihrem Sitz, heulte und kam nicht mehr raus. Sie sei angeblich aus dem Auto gefallen, so sagte sie ... Es war fast wie bei einem familiären Abschied, wie wenn Vater oder Mutter für unabsehbar lange "weg" müssen. Alexandra fragte mich zwischendurch: "wo willst du denn jetzt hin?" Sie - die Kinder - haben meine Anwesenheit nie zu beenden gesehen; für sie war ich Bestandteil ihrer täglichen Spiele, oft waren beide in den Fahrpausen, morgens und abends, zum Ärger ihrer Mutter, bei mir. Mutter Angi hatte dann bestimmte Aufgaben für die Kids, um die sie sich (bei mir) drückten.


Bodo hat gestern Abend am Lake Dora seine rote Wüstenflagge samt Bambusstange verbrannt, weil derjenige, von dem er diese hat, das so haben wollte. Dazu erzählte er einiges zum Zustandekommen ihres Canning Stock Abenteuers. Sie waren sich nicht schlüssig, die Fahrt über den nördlichen Teil der CSR tatsächlich machen zu können. Sie fuhren bis Billiluna, weitgehend am nörldichen Anfang der CSR, und trafen dort südlich des Ortes am Lake Gegory auf den Chef des Billiluna-Shops. Der Mann hat viel erzählt ... und, dass alles was zur CSR Tour noch fehlen würde, in seinem Shop vorhanden wäre. Ausserdem kamen ein paar Fahrzeuge von der CSR Tour von Süden kommend dort oben an und Bodo kam mit den Leuten ins Gespräch. Einer der Australier hat ihm seine Wüstenfahne am Bambusstab vermacht mit der Bedingung, sie zu verbrennen, wenn nicht mehr gebraucht. Ausserdem begegneten ihnen zwei Theologiestudenten, die in der Gegend meditierten. Die Zwei versprachen, für sie bezüglich der Tour zu beten, womit auch der höhere geistige Segen erteilt war. Die Wüstengeister waren nun wohlgestimmt und die Reise konnte losgehen.
Als Bodo die Flagge verbrannte, hat er die Wüstengeister angerufen und gebeten, nun mir weiter zu helfen. Habe also jetzt Unterstützung von deren Seite!
 

 

17.08.09 - Desert Queen Bath
-22.46366, 122.26114

 

Habe heute den Schlauch vom Reifen vorn links geflickt habe... Das erste mal in meinem Leben habe ich allein einen Auto-Schlauch geflickt, mit allem was dazu gehört ... mein Werkzeug dazu von "ARB" ist bestens geeignet, um an so einem Reifen inkl. Decke
.. Schlauch rumzufummeln ... und das Ding ist dicht. Habe keinen Ersatzreifen benötigt.

War absichtlich langsam heute mit meinen Aktivitäten. Hatte von Vornherein nicht vor, in der Gegend herumzulaufen, sondern die verschiedensten Dinge auf Vordermann zu bringen.
Das begann mit der Abfahrt von drei anderen Parteien, die vorher hier am Desert Queen Bath waren.

 

Wollte nach dem Reifenflicken das Zelt aufbauen. Das ist letztendlich am Wind gescheitert, zumindest der Aufbau des Aussenzeltes. Schon das Innenzelt lag nach dem Aufbau durch den Wind so ziemlich flach am Boden. Die flexiblen ineinander gesteckten Stangen verbogen sich S-förmig. Als ich das Aussenzelt dann versuchte darüber zu ziehen, war dessen Fläche für den Wind ein gefundenes Fressen. Habe es schließlich aufgegeben und stattdessen das Innenzelt mittels 4 Seilen & Gummistropps in Brust-/Kopfhöhe mit vier Bäumen verbunden und damit stabilisiert. So lasse ich nun (zunächst mal, vielleicht auch auf Dauer) nur das Innenzelt stehen. Damit der Wind nicht so viel Angriffsfläche hat, habe ich nur die Mücken-/Moskito-Zeltwandteile stehen gelassen. So kann der Wind fast hindurch wehen, ohne wirkliche Angriffsflächen zu haben. Da es nicht regnet und ich keine Angst haben brauche, dass mir im durchsichtigen Innenzelt jemand was abguckt, lasse ich das Aussenzelt samt dem Schatten spendenden Vorzelt in der kaputten Packtasche .. Momentan ist ausser mir sowieso niemand hier.

Zum Queens Bath war ich heute ein Mal heute ... habe zwei Eimer Wasser geholt.
Zwei kleine schwarze Tauchenten, schwammen auf dem Wasser. Wasser ist hir reichlich vorhanden, auch klar .. gut zum Filtern, wenn man plant, es als Trinkwasser zu verwenden. Da ich das vorhabe ... meinen Trinkwasservorrat auffüllen --- Habe die Trinkwasseraufbereitungskonstruktion, wie am Mitchell Plateau Camping Platz wieder am Baum aufgehängt ... Morgen früh sollten 2 Liter durchgelaufen sein.
Rings um das "Bath" herum die "Gorge" mit hohem, dichtem Urwald, das Wasser verursacht eine Explosion der Pflanzen. Es liegen mehrere Pools hintereinander. den Infos der Abgereisten zufolge ab dem dritten Pool jedoch immer weniger Wasser werdend.

Heute ist niemand mehr gekommen, bin seit ca. 10 Uhr vormittags allein hier. Es ist jetzt 19:30 Uhr und seit 1 1/2 Std, dunkel. Im Dunkeln hier rauszufahren ... nicht ratsam, der Track hat zu viele Querrinnen und Schwierigkeiten, die Reifen und Achsen kosten können.

 

 

18.08.09 - Desert Queen Bath
-22.46366, 122.26114

 

Gehe hier durch die Gegend und werfe öfter mal das 4gr Gold-Nugget auf den Boden und höre mir das Geräusch an, um es bei mir im UB abzuspeichern. Die 4gr geben aus 10cm Entfernung ein klares Signal. Nur finde ich sonst nichts weiter. Schnief, kein Gold, das mir die Reisekasse aufbessert.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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